Nachhaltige, partizipative Gestaltung mit urbanen Ressourcen im Essener Eltingviertel

Nachhaltige Möbelgestaltung mit urbanen Ressourcen aus dem Essener Eltingviertel



Urbane Ressourcen nutzen

Im Essener Eltingviertel ist der Sperrmüll allgegenwertig.
Oft steht er dort für Tage an den Straßenseiten und trägt so zur Verschmutzung des Viertels bei. Dabei wäre der Großteil der weggeworfenen Gegenstände durchaus noch verwendbar. Aber bürokratische Barrieren und soziale Normen sorgen bisher dafür, dass Sperrmüll für viele Menschen als unantastbar gilt.
Mit unserem Projekt wollen wir das ändern.
Über mehrere Monate haben wir den Sperrmüll im Essener Eltingviertel analysiert und dabei festgestellt, dass er sich in drei größere Guppen aufteilen lässt: Kleinteiligen Restmüll, Platten- material von Regalen, Küchen- ober ächen, oder alten Tischen und alte, teils kaputte Großmöbel. Für die letzteren zwei Gruppen haben wir ein System gestaltet, um einen nachhaltigen Umgang mit Sperrmüll im Essener Elting- vierel zu etablieren
Das Viertel soll dadurch sowohl ästhetisch, sozial und kulturell weiterentwickelt werden.



Upcycling liegt schon seit Jahren im Trend, nicht nur, weil es der Umwelt zugute kommt, sondern vor allem, weil diese Produkte einen einzigartigen Charme und ein hohes Maß an Individualität mit sich bringen. Wir wollen, dass diese ressourcenschonende Produktionsweise endlich auch als vollständige, industrielle Produktionsform funktioniert und entwerfen dafür soziale Systeme und Möbel aus urbanen Ressourcen wie zum Beispiel Sperrmüll.

                                    

 

Sperrmüll findet man in manchen Stadtteilen an fast jeder Ecke. Wir haben den Sperrmüll in verschiedenen Stadtteilen über mehrere Wochen dokumentiert und analysiert und dabei festgestellt, dass sich der Sperrmüll in Form, Farbe und Material sehr danach unterscheidet wo man sich gerade befindet. Sperrmüll ist also auch so etwas wie ein Spiegel der örtlichen Bewohnerschaft. Schaut man sich den Zustand der einzelnen Rohstoffe an, so fällt auf, dass ein Großteil des Materials durchaus noch verarbeitet werden könnte. Vermutlich müsste überhaupt maximal die Hälfte des Sperrmülls wirklich entsorgt werden. Wie kann man also dafür sorgen, dass durch Weiter- und Umnutzung Ressourcen länger und effizienter genutzt werden können und gleichzeitig die Masse an Müll auf ein Minimum reduziert wird?